Die Lösung zur Befragung von Patienten über mobile Geräte.
Patientenbefragung über mobile Geräte.

Patiententagebuch "eHAppI"

Machbarkeitsstudie einer „e-Health“-Applikation zur Kommunikation und Intervention bei Patienten nach allogener Stammzelltransplantation.

First Patient In Studiendesign Patientenzahl Studienleiter Förderung
Februar 2014 Pilotstudie 15 Dr. med. Markus Schuler
Universitätsklinikum Dresden
Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V.

Projektdetails

  • Mehr als 300 Fragen
  • Befragung von Patienten in der Klinik und zu Hause
  • Patienten nutzen eigenes iPad
  • Täglich automatisch wechselnde Fragebögen in Abhängigkeit der vergangenen Zeit seit Entlassung aus der Klinik
  • Ausgefüllte Fragebögen werden nach zwei Stunden ausgeblendet
  • Nicht-ausgefüllte Fragebögen werden noch zwei Tage angezeigt, danach ausgeblendet
  • Management der iPads über unser Mobile Device Management System
  • Gefördert durch die

Hintergrund der Studie

Auch nach erfolgreicher Stammzelltransplantation von einem Fremdspender können bei Patienten nach Entlassung schwerwiegende und zum Teil lebensbedrohliche Probleme und Komplikationen wie Infektionen und Abstoßungsreaktionen auftreten. Daneben ist das Allgemeinbefinden bei vielen noch deutlich reduziert. Hierzu gehören unter anderem schwere Einschränkungen in der Lebensqualität und körperlichen Belastbarkeit. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Zentren, in denen die Patienten betreut werden, teilweise räumlich schwierig zu erreichen sind und vor allem in weniger dicht besiedelten Gebieten auch eine spezialisierte hämatologische Mitbetreuung nicht immer verfügbar ist.

Aus diesem Grunde ist es sinnvoll, eine Kommunikations- und Informationsbrücke zu den Patienten zu bauen, um möglichst früh und effektiv Probleme erkennen und behandeln zu können.

Design und Ziel der Studie

Im Rahmen des Projektes sollen zusätzlich zu dem regulären Betreuungsprogramm mit Hilfe einer mobilen Lösung Symptome und Befinden intensiver erfasst werden. Durch diese kontinuierliche Erfassung im Rahmen einer Art mobilem Tagebuch kann frühzeitig auf mögliche Probleme und Komplikationen reagiert werden. Die Informationen werden von einem sogenannten Lotsen der Klinik ausgewertet und im Team der Ärzte und Behandler (Physiotherapeuten, Psychoonkologen) diskutiert. Anschließend können konkrete Empfehlung direkt umgesetzt oder an die vor Ort tätigen Ärzte weitergegeben werden.

Neben regelmäßigen Fragebögen zur Lebensqualität und Symptomerfassung werden auch individuelle Trainingsaspekte mit den Patienten erarbeitet. Dies erfolgt in Kooperation mit der Abteilung Sportmedizin am Uniklinikum Dresden.